Osteopathie in Basel: Was sie ist und welche physiotherapeutischen Alternativen es gibt
Osteopathie Basel: Verfahren, Abgrenzung & physiotherapeutische Alternativen | PHYSIO silea PHYSIO silea › Osteopathie Basel Manuelle Verfahren Faszien Basel Osteopathie und Physiotherapie sind in der Schweiz zwei eigenständige Berufe. Osteopathie ist ein reglementierter Beruf mit eigenem interkantonalem Diplom (GDK/CDS) und einem rein manuellen, ganzheitlichen Ansatz; sie wird meist über Zusatzversicherungen abgerechnet. Physiotherapie ist ein anerkannter Gesundheitsberuf mit Bachelor-Abschluss und wird bei ärztlicher Verordnung von der Grundversicherung übernommen. Viele manuelle Techniken überschneiden sich, etwa an Faszien, Gelenken und am craniosacralen System. Wer in Basel eine osteopathisch orientierte Behandlung sucht, findet bei PHYSIO silea am Steinengraben faszientherapeutische, craniosacrale und viscerofasziale Verfahren, erbracht als physiotherapeutische Leistung durch Inga Dammann. Dieser Artikel erklärt die Begriffe ehrlich, grenzt sie sauber ab und zeigt, welche Wege es in Basel gibt. Von Inga Dammann, Physiotherapeutin bei PHYSIO silea Basel · Lesezeit: ca. 8 Minuten Das Wichtigste in Kürze Zwei Berufe: Osteopathie und Physiotherapie sind in der Schweiz getrennt geregelt Osteopath/Osteopathin ist eine geschützte Bezeichnung mit eigenem GDK/CDS-Diplom Grosse Überschneidung bei manuellen und faszialen Techniken Kosten: Physiotherapie über Grundversicherung (mit Verordnung), Osteopathie meist über Zusatzversicherung Bei PHYSIO silea: Faszientherapie, Craniosacral, viscerofasziale und manuelle Therapie Inhaltsverzeichnis Was ist Osteopathie? Osteopathie und Physiotherapie: der Unterschied Warum die Bezeichnung geschützt ist Die drei Teilbereiche der Osteopathie Osteopathisch orientierte Verfahren bei PHYSIO silea Bei welchen Beschwerden manuelle Verfahren helfen Kosten und Krankenkasse Welcher Weg ist der richtige für dich? Häufige Fragen Behandlung in Basel Was ist Osteopathie? Die Osteopathie ist eine manuelle Behandlungsform, die den Körper als zusammenhängendes System versteht. Ihr Grundgedanke: Die Strukturen des Körpers, also Knochen, Gelenke, Muskeln, Faszien und die bindegewebigen Hüllen der inneren Organe, stehen in Beziehung zueinander. Eine Einschränkung an einer Stelle kann sich an einer anderen bemerkbar machen. Osteopathinnen und Osteopathen arbeiten ausschliesslich mit den Händen. Sie ertasten Spannungen und Bewegungseinschränkungen und behandeln sie mit sanften bis gezielten manuellen Techniken. Anders als bei einem einzelnen Handgriff geht es um einen ganzheitlichen Untersuchungs- und Behandlungsansatz. Ehrlich eingeordnet Für manche osteopathische Konzepte, besonders im viszeralen und craniosacralen Bereich, ist die wissenschaftliche Evidenzlage begrenzt oder uneinheitlich. Für Beschwerden des Bewegungsapparats zeigen manuelle Verfahren dagegen gut belegte Effekte. Viele Menschen erleben osteopathische und fasziale Behandlungen als deutlich wohltuend. Dieser Artikel soll dir helfen, informiert zu entscheiden, statt etwas zu versprechen, das sich nicht halten lässt. Osteopathie und Physiotherapie: der Unterschied Die beiden Berufe werden oft verwechselt, weil sich ihre Werkzeuge überschneiden. Die wichtigsten Unterschiede im Überblick: Physiotherapie Osteopathie Ausbildung Bachelor of Science, anerkannter Gesundheitsberuf Master mit interkantonalem Diplom GDK/CDS Zugang Meist mit ärztlicher Verordnung Direkt, ohne Verordnung Ansatz Manuelle Techniken plus aktive Übungen und Training Rein manuell, ganzheitlich Aktive Übungen Zentraler Bestandteil In der Regel nicht im Fokus Kostenträger Grundversicherung bei Verordnung Meist Zusatzversicherung Ein zentraler Unterschied liegt beim aktiven Teil: Die Physiotherapie behandelt nicht nur mit den Händen, sondern baut mit gezielten Übungen auch die Stabilität und Kraft auf, die verhindern, dass die Beschwerden zurückkehren. Die manuelle Behandlung löst das akute Problem, das aktive Training sichert das Ergebnis. Warum die Bezeichnung geschützt ist In der Schweiz ist der Titel Osteopathin oder Osteopath geschützt. Er ist an das interkantonale Diplom der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK/CDS) gebunden. Nur wer dieses Diplom besitzt, darf sich so nennen. Das hat einen guten Grund: Der Schutz sorgt dafür, dass du als Patientin oder Patient weisst, welche Ausbildung hinter einer Bezeichnung steht. Eine Physiotherapeutin darf faszientherapeutische und manuelle Techniken anwenden, die osteopathischen Ansätzen ähneln oder ihnen entstammen. Sie benennt diese dann korrekt als das, was sie sind: physiotherapeutische Verfahren. Worauf du achten solltest Wenn dir Transparenz wichtig ist, frag direkt nach der Qualifikation. Eine seriöse Praxis sagt dir klar, welche Ausbildung sie hat und welche Verfahren sie unter welcher Bezeichnung anbietet. Wichtiger als das Etikett ist am Ende, ob die Behandlung zu deinem Beschwerdebild passt und ob sie dir hilft. Die drei Teilbereiche der Osteopathie Die Osteopathie gliedert sich klassisch in drei Bereiche. Diese Begriffe begegnen dir bei der Suche immer wieder: Parietale Osteopathie: die Arbeit am Bewegungsapparat, also an Gelenken, Muskeln, Sehnen und Faszien. Dieser Bereich überschneidet sich am stärksten mit der manuellen Physiotherapie Viszerale Osteopathie: die Arbeit an den bindegewebigen Aufhängungen der inneren Organe im Rumpf. Die Idee ist, dass Spannungen im Gewebe rund um die Organe Haltung und Bewegung beeinflussen Craniosacrale Osteopathie: sehr sanfte Arbeit am System zwischen Schädel (Cranium) und Kreuzbein (Sacrum). Verwandt mit der Craniosacral-Therapie In der physiotherapeutischen Praxis finden sich verwandte Verfahren zu allen drei Bereichen, benannt als fasziale, viscerofasziale und craniosacrale Techniken. Osteopathisch orientierte Verfahren bei PHYSIO silea Bei PHYSIO silea in Basel gibt es mehrere manuelle Verfahren, die sich mit der Osteopathie thematisch überschneiden. Alle werden als physiotherapeutische Leistungen erbracht: Faszien & Bindegewebe Faszientherapie und myofasziale Therapie Behandlung des Bindegewebes, das Muskeln, Gelenke und Organe umhüllt und durchzieht. Verklebte oder verspannte Faszien können Bewegungseinschränkungen und Schmerzen verursachen. Mehr dazu unter myofasziale Therapie Basel. Craniosacral Craniosacral-Therapie Eine sehr sanfte manuelle Methode, die am craniosacralen System ansetzt und vor allem bei Spannungszuständen, Kopfschmerzen und Stressbeschwerden als wohltuend erlebt wird. Ausführlich beschrieben unter Craniosacral-Therapie Basel. Viscerofaszial Viscerofasziale Techniken Arbeit am bindegewebigen System des Rumpfes, mit Bezug zu den faszialen Strukturen rund um die inneren Organe. Mehr dazu unter viscerofasziale Osteopathie. Gelenke & Wirbelsäule Manuelle Therapie Gezielte Mobilisation von Gelenken und Wirbelsäule zur Wiederherstellung der Beweglichkeit, kombiniert mit aktiven Übungen. Der Kern jeder physiotherapeutischen Behandlung, ausführlich unter manuelle Therapie. Der Vorteil des physiotherapeutischen Wegs Faszien lösen, Beweglichkeit zurückgeben, das können manuelle Verfahren gut. Der entscheidende Zusatz in der Physiotherapie ist, was danach kommt: gezieltes Training, das die neu gewonnene Beweglichkeit stabilisiert. Genau das unterscheidet eine kurzfristige Erleichterung von einer dauerhaften Verbesserung. Bei welchen Beschwerden manuelle Verfahren helfen Fasziale und manuelle Verfahren kommen bei einer Reihe von Beschwerden zum Einsatz: Verspannungen und Bewegungseinschränkungen Rücken- und Nackenbeschwerden, siehe auch Nackenschmerzen Spannungskopfschmerzen Beschwerden im Kiefer- und Gesichtsbereich, siehe Kieferphysiotherapie Funktionelle Beschwerden des Bewegungsapparats ohne klaren strukturellen Befund Begleitende Behandlung bei chronischen Schmerzzuständen Wichtig zur Abgrenzung Manuelle Verfahren ersetzen keine ärztliche Abklärung bei unklaren oder anhaltenden Symptomen. Bei Warnzeichen wie starken neurologischen Ausfällen, Taubheit, Fieber, ungewolltem Gewichtsverlust oder Beschwerden nach
