Schmerzen

Achillessehne Schmerzen

Achillessehnenschmerzen: Ursachen und Belastungsaufbau Ratgeber · Sport & Bewegungs­ap­pa­rat · Aktu­a­li­siert Oktober 2026 Die Achillessehne ist die stärkste Sehne des Körpers und gleich­zei­tig eine der anfälligs­ten. Beson­ders Laufsportler, aber auch Menschen mit über­wie­gend sit­zen­der Tätigkeit sind betrof­fen. Physiotherapeu­tin Inga Dammann von PHYSIO silea erklärt, wie Achillessehnen­schmer­zen ent­ste­hen, wie du eine Entzündung von einem Riss unter­schei­dest und welcher Belastungsaufbau nach­hal­tig hilft. Auf einen Blick Achillessehnen­schmer­zen ent­ste­hen meistens durch Überlastung, nicht durch ein ein­zel­nes Ereig­nis. Die häufigste Form ist die Achillessehnen­-­Tendinopathie, früher als Achillessehnenentz&zündung bezeich­net. Ein ein­fa­cher Selbst­test hilft dir, die Schwere deiner Beschwer­den ein­zu­ord­nen. Exzen­tri­sche Übungen sind der wich­tigste Baustein für die Heilung und Belastbarkeit der Sehne. Der Belastungsaufbau folgt klaren Phasen: Wer zu früh zu viel macht, riskiert einen Rückfall. Inhalts­ver­zeich­nis Was ist eine Achillessehnenentz&zündung? Symptome Ursachen und Risi­ko­fak­to­ren Ver­gleich: Tendinopathie, Achillodynie oder Riss? Selbst­test: Achillessehnen­schmer­zen ein­ord­nen Diagnose Behandlung und Physiothera­pie Übungen bei Achillessehnen­schmer­zen Der Belastungsaufbau in drei Phasen Wann zum Arzt Chancen und Ver­sor­gung Häufige Fragen zur Achillessehne Was ist eine Achillessehnenentz&zündung? Die Achillessehne ver­bin­det die Wadenmuskulatur mit dem Fersenbein und überträgt bei jedem Schritt enorme Kräfte. Wenn diese Belastung dau­e­r­haft die Anpas­sungsfähigkeit der Sehne über­steigt, ent­ste­hen struk­tu­relle Verände­run­gen im Sehnengewebe. Der medi­zi­ni­sche Fach­be­griff dafür ist Achillessehnen­-­Tendinopathie. Der ältere Begriff Achillessehnenentz&zündung ist streng genommen nicht ganz korrekt, denn in den meisten Fällen handelt es sich weniger um eine klas­si­sche Entzündung als um einen dege­ne­ra­ti­ven Umbau­pro­zess. Trotzdem wird der Begriff im Alltag wei­ter­hin ver­wen­det. Daneben gibt es den Begriff Achillodynie, der all­ge­mein Schmer­zen im Bereich der Achillessehne beschreibt, unabhängig von der genauen Ursache. Man unter­schei­det zwei Formen je nach Schmer­zort: Mid­por­ti­o­n­-­Tendinopathie: Der Schmerz sitzt etwa zwei bis sechs Zen­ti­me­ter oberhalb des Fersenbeins, mitten im Seh­nen­ver­lauf. Das ist die häufigste Form, beson­ders bei Läufern. Insertions­ten­di­no­pa­thie: Der Schmerz sitzt direkt am Ansatz der Sehne am Fersenbein. Diese Form tritt häufiger bei weniger sport­li­chen Personen auf und ist oft mit einer Schleimbeutel­entzündung ver­bun­den. Symptome Achillessehnen­schmer­zen beginnen meist schlei­chend. Typische Anzei­chen sind: Anlaufschmerz am Morgen: Die ersten Schritte nach dem Auf­ste­hen sind schmerz­haft und steif. Nach einigen Minuten lässt der Schmerz nach. Belastungsschmerz: Schmer­zen während oder nach sport­li­cher Aktivität, beson­ders beim Laufen, Springen oder Trep­pen­stei­gen. Dru­ck­emp­find­lich­keit: Die Sehne ist beim Abtasten an einer bestimm­ten Stelle schmerz­haft, manchmal spürbar ver­dickt. Stei­fig­keit: Die Sehne fühlt sich beson­ders nach längerer Ruhe steif und unbe­weg­lich an. Kre­pi­ta­ti­on: Ein leichtes Knir­schen oder Reiben beim Bewegen des Fusses, das manchmal spür- oder hörbar ist. Warn­si­gnal Wenn die Schmer­zen plötzlich und heftig ein­set­zen, viel­leicht mit einem hörbaren Knall, und du danach nicht mehr normal auf den Zehen­spit­zen stehen kannst, besteht der Verdacht auf einen Achillessehnen­riss. Das ist ein Notfall, der sofort ärztlich versorgt werden muss. Ursachen und Risi­ko­fak­to­ren Die Achillessehne reagiert emp­find­lich auf Verände­run­gen der Belastung. Die häufigsten Auslöser sind: Trainingsumfang zu schnell gestei­gert: Die klas­si­sche Ursache bei Läufern. Die Sehne braucht deutlich länger als Muskeln, um sich an höhere Belas­tun­gen anzu­pas­sen. Ein­sei­tige Belastung: Immer dieselbe Laufstrecke, immer dasselbe Tempo, keine Varia­tion im Training. Unpas­sen­des Schuhwerk: Abge­lau­fene Lauf­schuhe oder ein Wechsel zu mini­ma­lis­ti­schem Schuhwerk ohne Umgewöhnungs­zeit. Verkürzte Wadenmuskulatur: Wer viel sitzt und wenig dehnt, hat häufig eine ein­ge­schränkte Dor­sa­l­fle­xion im Sprunggelenk, was die Sehne zusätzlich belas­tet. Fussfehlstel­lun­gen: Ein ausgeprägter Knickfuss oder Plattfuss verändert die Zugrich­tung an der Sehne. Über­ge­wicht: Jedes zusätzliche Kilo­gramm erhöht die Belastung auf die Sehne bei jedem Schritt. Alter: Ab etwa vierzig nimmt die Elastizität des Sehnengewebes ab, was die Anfälligkeit erhöht. Medi­ka­men­te: Bestimmte Anti­bi­o­tika (Flu­o­rchi­no­lo­ne) können Seh­nenschäden begünstigen. Ver­gleich: Tendinopathie, Achillodynie oder Riss? Nicht jeder Schmerz an der Achillessehne hat dieselbe Ursache. Die folgende Tabelle hilft dir bei der Ein­ord­nung. Die endgültige Diagnose stellt immer eine Fach­per­son. Achillessehnen­-­Tendinopathie Achillodynie (un­spe­zi­fisch) Achillessehnen­riss Typi­scher Schmerz Belastungs­abhängig, loka­li­siert in der Sehne Diffus im Bereich der Ferse und Sehne Plötzlich, schies­send, oft mit hörbarem Knall Beginn Schlei­chend, über Wochen zuneh­mend Schlei­chend, oft ohne klaren Auslöser Akut, während Belastung (Sprint, Sprung) Morgensteifigkeit Typisch, bessert sich nach einigen Schrit­ten Möglich, weniger ausgeprägt Nein, sofor­tige Funk­ti­ons­ein­schränkung Ver­di­ckung der Sehne Häufig tastbar Selten Delle tastbar, Schwel­lung Zehen­stand Möglich, aber schmerz­haft Möglich Nicht möglich (Kraftverlust) Typische Dauer Wochen bis Monate, je nach Belastungs­steu­e­rung Varia­bel, oft länger bei aus­blei­ben­der Therapie Sofor­tige Behandlung not­wen­dig, Heilung Monate Wann zum Arzt Wenn Beschwer­den nach zwei Wochen Ent­las­tung nicht besser werden Wenn Schmer­zen zunehmen oder die Funktion einschränken Sofort (Not­fall) Selbst­test: Achillessehnen­schmer­zen ein­ord­nen Mit zwei ein­fa­chen Tests kannst du einen ersten Eindruck gewin­nen, wie ernst deine Achillessehnen­pro­bleme sind. Dieser Selbst­test ersetzt keine ärztliche Dia­gno­se. Schritt 1: Ein­bei­ni­ger Zehen­stand Stelle dich barfuss auf ein Bein und hebe dich langsam auf die Zehen­spit­zen. Halte die Position drei Sekun­den, dann senke dich langsam ab. Wie­der­hole das fünfmal. Achte auf zwei Dinge: Wo genau spürst du den Schmerz? Und kannst du die Bewegung überhaupt vollständig ausführen? Aus­wer­tung Schmerz­frei möglich: Gutes Zeichen. Die Sehne ist belast­bar. Schmerz in der Sehne, aber Bewegung vollständig möglich: Typisch für eine Tendinopathie. Du kannst mit ange­pass­tem Training und den Übungen in diesem Artikel starten. Zehen­stand nicht möglich oder starker Schmerz: Lass die Sehne ärztlich unter­su­chen, bevor du belas­test. Schritt 2: Druckschmerztest Setze dich hin und lege den betrof­fe­nen Fuss auf das andere Knie. Taste die Achillessehne vom Fersenbein bis hinauf zur Wade ab. Drücke dabei mit Daumen und Zei­ge­fin­ger sanft die Sehne zusam­men. Notiere die schmerz­hafte Stelle und ob du eine Ver­di­ckung oder Delle spürst. Aus­wer­tung Druckschmerz und Ver­di­ckung zwei bis sechs Zen­ti­me­ter über der Ferse: Typisch für eine Mid­por­ti­o­n­-­Tendinopathie. Druckschmerz direkt am Fersenbein: Hinweis auf eine Insertions­ten­di­no­pa­thie oder eine beglei­tende Schleimbeutel­entzündung am Fersenbein. Tastbare Delle in der Sehne: Verdacht auf einen teil­wei­sen oder vollständigen Riss. Sofort zum Arzt. Diagnose Die Diagnose einer Achillessehnen­-­Tendinopathie lässt sich in den meisten Fällen klinisch stellen, also durch Gespräch und körper­li­che Unter­su­chung. Die Fach­per­son prüft die Sehne auf Druckschmerz, Ver­di­ckung und Beweg­lich­keit des Sprunggelenks. Zusätzlich wird die Wadenkraft getes­tet. Bild­ge­bung ist nur not­wen­dig, wenn der Verdacht auf einen Riss besteht, wenn die Beschwer­den unty­pisch sind oder wenn trotz kon­se­quen­ter Therapie über Wochen keine Bes­se­rung ein­tritt. Ultra­schall zeigt Verände­run­gen im Sehnengewebe zuverlässig. Ein MRT ist selten not­wen­dig, kann aber bei unklaren Befunden oder vor einer geplan­ten Ope­ra­tion sinnvoll sein. Behandlung und Physiothera­pie Die Physiothera­pie ist

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Physiotherapie in der Schwangerschaft

Physiotherapie in der Schwangerschaft Basel: Was möglich & was sinnvoll ist | PHYSIO silea PHYSIO silea › Blog › Physiotherapie in der Schwangerschaft Schwangerschaft Spezialbereiche Basel Physiotherapie in der Schwangerschaft: Was möglich ist – und was deinem Körper wirklich hilft Rückenschmerzen, Beckendruck, Nachtschweiss im Handgelenk, ein Beckenboden, der plötzlich ungefragt die Arbeit einstellt – Schwangerschaft verändert den Körper von Woche zu Woche. Physiotherapie kann diesen Prozess aktiv unterstützen, Beschwerden lindern und dich gut auf Geburt und Nachsorge vorbereiten. Was möglich ist, was sinnvoll ist und was du in Basel bei PHYSIO silea erwartet. Von Inga Dammann, Physiotherapeutin bei PHYSIO silea Basel · Lesezeit: ca. 8 Minuten Inhaltsverzeichnis Was in deinem Körper während der Schwangerschaft passiert Wann Physiotherapie in der Schwangerschaft sinnvoll ist Was in jedem Trimester möglich ist Rückenschmerzen und Beckengürtelschmerzen Beckenbodentherapie in der Schwangerschaft Reformer Pilates in der Schwangerschaft Übungen für zuhause Häufige Fragen Physiotherapie in der Schwangerschaft in Basel Was in deinem Körper während der Schwangerschaft passiert Schwangerschaft ist keine Krankheit – aber sie stellt den Körper vor enorme biomechanische Herausforderungen. Der Schwerpunkt verlagert sich nach vorne, die Lendenwirbelsäule wird stärker belastet, das Becken weitet sich durch das Hormon Relaxin, Bänder werden dehnbarer, und die Bauchmuskulatur dehnt sich mit dem Wachstum der Gebärmutter weit aus. Das Ergebnis: Vier von fünf schwangeren Frauen erleben irgendwann Rückenschmerzen. Viele entwickeln Beckengürtelschmerzen (Symphysenschmerz oder ISG-Beschwerden). Nicht wenige leiden unter Nackenverspannungen, Karpaltunnelsyndrom durch Wassereinlagerungen oder einem Beckenboden, der unter dem zunehmenden Gewicht Mühe hat. Relaxin – das unterschätzte Hormon Relaxin lockert in der Schwangerschaft Bänder und Gelenke – das ist für die Geburt sinnvoll, macht den Körper aber auch verletzungsanfälliger. Gelenke, die normalerweise stabil sind, brauchen jetzt mehr muskuläre Unterstützung. Physiotherapie hilft dabei, diese Stabilität gezielt aufzubauen – ohne das Entspannungspotenzial des Körpers zu sabotieren. Wann Physiotherapie in der Schwangerschaft sinnvoll ist Physiotherapie in der Schwangerschaft ist nicht nur etwas für Frauen mit starken Beschwerden. Es gibt zwei Zugänge – den therapeutischen und den präventiven – und beide sind sinnvoll: Rückenschmerzen, Kreuzschmerzen, Beckengürtelschmerzen – die häufigsten Gründe für eine Verordnung ISG-Beschwerden (Iliosakralgelenk) – typischer Schmerz einseitig im Gesässbereich, der beim Treppensteigen, Drehen oder Aufstehen verstärkt wird Nackenverspannungen und Kopfschmerzen – durch veränderte Haltung und Schlafposition Karpaltunnelsyndrom – Kribbeln und Taubheit in der Hand durch Wassereinlagerungen, sehr häufig im dritten Trimester Beckenbodentherapie – zur Vorbereitung auf die Geburt und Prävention von Inkontinenz Bewegungstherapie – zur Aufrechterhaltung von Kraft, Beweglichkeit und Körpergefühl während der Schwangerschaft Gut zu wissen: Physiotherapie in der Schwangerschaft ist grundsätzlich sicher – sofern sie von einer Fachperson durchgeführt wird, die mit den Besonderheiten vertraut ist. Bei Risikoschwangerschaften oder ärztlichen Einschränkungen (z.B. Plazenta praevia, vorzeitige Wehentätigkeit) werden Behandlung und Training entsprechend angepasst oder pausiert. Was in jedem Trimester möglich ist Die Möglichkeiten der Physiotherapie verändern sich mit dem Verlauf der Schwangerschaft – nicht weil weniger möglich ist, sondern weil der Körper andere Bedürfnisse hat. 1. Trimester · Woche 1–12 Vorsichtig beginnen Manuelle Therapie bei bestehenden Beschwerden Sanfte Mobilisation der Wirbelsäule Einführung in Beckenbodenwahrnehmung Haltungsberatung Kein intensives Bauchtraining 2. Trimester · Woche 13–27 Aktivste Therapiephase Gezieltes Beckenbodentraining Rumpfstabilisation adaptiert Reformer Pilates (angepasst) Behandlung von ISG und LWS Übungen gegen Rundrücken 3. Trimester · Woche 28–40 Geburtsvorbereitung & Entlastung Geburtsvorbereitende Beckenarbeit Entlastungsübungen für LWS und Becken Behandlung von Karpaltunnelsyndrom Atemtechniken und Entspannung Kein Liegen auf dem Rücken (ab ca. Wo. 20) Erfahrung aus der Praxis Viele Patientinnen kommen zu mir erst, wenn die Schmerzen schon stark sind – oft im dritten Trimester. Das ist verständlich, aber schade. Die effektivste Phase für präventive Beckenbodenarbeit und Rumpfstabilisation ist das zweite Trimester. Wer früh anfängt, trägt die Schwangerschaft leichter – im wahrsten Sinne. Rückenschmerzen und Beckengürtelschmerzen in der Schwangerschaft Rückenschmerzen in der Schwangerschaft haben eine klare Ursache: Der wachsende Bauch verlagert den Schwerpunkt nach vorne, die Lendenwirbelsäule wird übermässig lordotisch (Hohlkreuz verstärkt sich), die Hüftbeuger verkürzen sich, und die Gesässmuskulatur verliert an Kraft. Das ist eine ungünstige Kombination. Beckengürtelschmerzen (BGS) sind davon zu unterscheiden: Sie entstehen durch übermässige Beweglichkeit im Iliosakralgelenk (ISG) oder der Symphyse durch Relaxin. Typisch ist ein einseitiger Schmerz im Gesässbereich oder ein Schmerz über der Schambeinfuge, der beim Treppengehen, beim Ein- und Aussteigen aus dem Auto oder beim langen Stehen zunimmt. Was Physiotherapie konkret tut Manuelle Therapie am ISG und der LWS zur Schmerzreduktion Gezielte Kräftigung der Gesässmuskulatur und der tiefen Rumpfstabilisatoren Taping des ISG zur Stabilisierung Haltungsberatung und ergonomische Anpassungen im Alltag und Schlaf Übungen, die du zuhause weiterführen kannst Mehr über physiotherapeutische Ansätze bei Rückenschmerzen generell findest du im Artikel über Bandscheibenvorfall und Physiotherapie – viele Prinzipien gelten auch in der Schwangerschaft. Beckenbodentherapie in der Schwangerschaft Der Beckenboden ist eine Muskelgruppe, die während der Schwangerschaft monatelang unter zunehmendem Gewicht steht – und dann bei der vaginalen Geburt maximal gefordert wird. Wer seinen Beckenboden kennt und gut steuern kann, hat klare Vorteile: weniger Inkontinenz, bessere Geburtsprogression und schnellere Erholung in der Nachsorge. Beckenbodentherapie in der Schwangerschaft bedeutet aber nicht nur «anspannen und halten». Genauso wichtig ist das bewusste Loslassen: Ein überspannter Beckenboden kann die Geburt erschweren. Das Ziel ist ein Beckenboden, der kräftig und gleichzeitig reaktiv und entspannungsfähig ist. Beckenboden ist mehr als Kegel-Übungen Beckenboden-Kräftigung funktioniert nicht durch isoliertes Anspannen allein. Der Beckenboden arbeitet immer im Verbund mit Zwerchfell, tiefer Bauchmuskulatur und Multifidus – dem sogenannten «inner core». Eine Physiotherapeutin kann dieses Zusammenspiel beurteilen, gezielt trainieren und häufige Fehler (zu viel Spannung, falsches Atemmuster) korrigieren. Nach der Geburt geht die Arbeit weiter: Beckenbodentherapie in der Nachsorge ist einer der wichtigsten und am häufigsten unterschätzten Schritte zur Genesung – unabhängig davon, ob es eine vaginale Geburt oder ein Kaiserschnitt war. Reformer Pilates in der Schwangerschaft Reformer Pilates ist in der Schwangerschaft unter physiotherapeutischer Begleitung eine ausgezeichnete Trainingsform – und zwar aus gutem Grund: Der anpassbare Federwiderstand, die liegenden und sitzenden Übungspositionen und der inhärente Fokus auf Rumpfkontrolle und Atemtechnik sind wie gemacht für die veränderten Anforderungen eines schwangeren Körpers. Was angepasst wird: Ab dem zweiten Trimester werden Übungen in flacher Rückenlage vermieden oder verkürzt, da das Gewicht der Gebärmutter auf der Vena cava (grosse Hohlvene) Schwindel und Kreislaufprobleme verursachen kann. Stattdessen werden

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Karpaltunnelsyndrom

Karpaltunnelsyndrom: Physiotherapie als Alternative zur Operation | PHYSIO silea PHYSIO silea › Blog › Karpaltunnelsyndrom Schmerzbilder Hand & Arm Karpaltunnelsyndrom: Taubheit in der Hand muss nicht operiert werden Nächtliches Kribbeln in den Fingern, taubes Handgelenk, nachlassende Griffstärke – das Karpaltunnelsyndrom ist häufig, schleichend und wird oft zu früh operiert. Was wirklich dahintersteckt, wie Physiotherapie helfen kann und wann eine OP tatsächlich sinnvoll ist: hier erklärt. Von Inga Dammann, Physiotherapeutin bei PHYSIO silea Basel · Lesezeit: ca. 8 Minuten Inhaltsverzeichnis Was ist das Karpaltunnelsyndrom? Symptome und Schweregrade Ursachen und Risikofaktoren Wie wird es diagnostiziert? Was Physiotherapie leisten kann Übungen beim Karpaltunnelsyndrom Die Nachtschiene: sinnvoll oder nicht? Physiotherapie vs. Operation Häufige Fragen zum Karpaltunnelsyndrom Karpaltunnelsyndrom behandeln in Basel Was ist das Karpaltunnelsyndrom? Der Karpaltunnel ist ein enger Kanal an der Innenseite des Handgelenks, gebildet aus Handwurzelknochen und einem straffen Band (Retinaculum flexorum). Durch ihn verlaufen neun Beugesehnen und der Medianusnerv – der Nerv, der Daumen, Zeige-, Mittel- und den halben Ringfinger mit Gefühl und Motorik versorgt. Wenn dieser Kanal zu eng wird – durch Schwellung, Entzündung, Verdickung der Sehnenscheiden oder anatomische Enge – gerät der Medianusnerv unter Druck. Das Resultat: Kribbeln, Taubheit und Schmerzen, die typischerweise nachts besonders stark sind. Häufigste Engpassneuropathie überhaupt Das Karpaltunnelsyndrom (KTS) ist die weltweit häufigste Nervenengpasserkrankung. Frauen sind rund dreimal häufiger betroffen als Männer, der Häufigkeitsgipfel liegt zwischen 40 und 60 Jahren. Betroffen sind oft beide Hände – meist ist jedoch eine Seite stärker ausgeprägt. Symptome und Schweregrade Das KTS entwickelt sich meistens schleichend über Monate oder Jahre. Die Symptome folgen einem typischen Muster – und je nach Schweregrad unterscheiden sich auch die Behandlungsoptionen: Frühstadium Nächtliches Kribbeln Taubheit und Kribbeln in Daumen, Zeige- und Mittelfinger, die nachts auftreten und durch Ausschütteln der Hand nachlassen. Tagsüber kaum Beschwerden. Mittleres Stadium Tagsüber Beschwerden Kribbeln und Schmerzen auch tagsüber, besonders bei Tätigkeiten mit gebeugtem Handgelenk (Tippen, Autofahren, Lesen). Nachlassende Griffkraft. Fortgeschritten Dauersymptome & Muskelschwund Anhaltende Taubheit, deutliche Schwäche beim Greifen und Pinzettengriff, sichtbarer Muskelschwund am Daumenballen (Thenar-Atrophie). Sofortige Abklärung nötig. Typisches Zeichen: Der Phalen-Test – maximale Beugung beider Handgelenke für 60 Sekunden – provoziert die Beschwerden. Auch der Tinel-Zeichen (Beklopfen des Handgelenks löst Kribbeln aus) ist ein klassischer klinischer Hinweis. Ursachen und Risikofaktoren Nicht immer gibt es eine eindeutige Ursache. Häufige Risikofaktoren sind: Repetitive Handbewegungen – Tippen, Schweissen, Handwerkarbeiten, Musikspielen Anhaltender Druck auf das Handgelenk – z.B. beim Fahrradfahren oder bestimmten Arbeitsgeräten Schwangerschaft – Wassereinlagerungen erhöhen den Druck im Tunnel (oft nach der Geburt spontan rückläufig) Übergewicht, Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen – systemische Faktoren, die Nerven vulnerabler machen Rheumatische Erkrankungen – Entzündungen der Sehnenscheiden verengen den Kanal Anatomische Enge – manche Menschen haben einen generell engeren Karpaltunnel Was viele nicht wissen Das KTS ist oft kein reines Handgelenksproblem. Häufig liegt eine Sensibilisierung des Nervs auf mehreren Ebenen vor – vom Hals über die Schulter bis ins Handgelenk. Dieses Konzept heisst «Double Crush» und erklärt, warum manche Patienten trotz OP keine vollständige Beschwerdefreiheit erreichen. Eine gute Physiotherapie schaut deshalb immer auf die gesamte Nervenbahn. Wie wird das Karpaltunnelsyndrom diagnostiziert? Die Diagnose stellt ein Arzt – meist ein Neurologe oder Handchirurg. Die wichtigsten diagnostischen Schritte: Klinische Tests – Phalen, Tinel, Daumen-Abduktionstest (Kraftprüfung) Elektroneurographie (ENG/EMG) – misst die Nervenleitgeschwindigkeit und zeigt, wie stark der Nerv geschädigt ist Ultraschall – kann Verdickungen des Nervs und der Sehnenscheiden sichtbar machen Das ENG ist entscheidend für die Therapieentscheidung: Es zeigt, ob der Nerv noch gut leitet (konservative Behandlung möglich) oder ob die Schädigung bereits fortgeschritten ist (Operation oft empfohlen). Was Physiotherapie beim Karpaltunnelsyndrom leisten kann Bei leichtem bis mittelschwerem KTS ist Physiotherapie die erste Wahl – und in vielen Fällen ausreichend. Was sie konkret leistet: Nervenmobilisation (Nerve Gliding) Der Medianusnerv muss sich beim Bewegen des Arms frei verschieben können. Wenn er durch Vernarbungen, Entzündungen oder Engpässe «klebt», entsteht Zugspannung – und Schmerz. Gezielte Nervenmobilisationsübungen lösen diese Adhäsionen und verbessern die Gleitfähigkeit des Nervs. Das ist oft der wirksamste erste Schritt. Manuelle Therapie am Handgelenk und der Halswirbelsäule Blockierungen in den Handwurzelknochen, eingeschränkte Beweglichkeit im Handgelenk oder Spannungen entlang der gesamten Nervenbahn (Hals, Schulter, Ellbogen) werden manuell behandelt. Das adressiert – anders als die Operation – den gesamten Verlauf des Nervs. Gezielte Kräftigung und Entlastungsstrategien Die intrinsische Handmuskulatur wird oft vernachlässigt und schwächelt beim KTS. Gezieltes Kräftigungstraining verbessert die Kontrolle und entlastet den Nerv funktionell. Gleichzeitig lernen Betroffene, wie sie im Alltag und am Arbeitsplatz unnötige Druckpositionen vermeiden. Ergonomieberatung Oft liegt eine der Hauptursachen in der Arbeitsposition: zu flach abgestützte Handgelenke, falscher Mauswinkel, schlechte Sitzhaltung. Eine kurze Analyse des Arbeitsplatzes und gezielte Anpassungen können den Therapieerfolg erheblich unterstützen. Ergänzend setzen wir bei PHYSIO silea bei ausgeprägten Muskelverspannungen im Unterarm und Schulterbereich auch Dry Needling ein – besonders dann, wenn der Nerv auf mehreren Ebenen gereizt ist. Übungen beim Karpaltunnelsyndrom Diese Übungen helfen dabei, den Medianusnerv zu mobilisieren und die Handgelenkmuskulatur zu entlasten. Wichtig: Übungen, die Kribbeln oder Taubheit sofort verstärken, sofort stoppen und beim nächsten Physiotherapietermin besprechen. Übung 1 · Nervenmobilisation Median Nerve Glide – Grundposition Arm seitlich ausstrecken, Handgelenk maximal gestreckt (Handfläche zur Decke), Daumen leicht abduziert. Langsam den Kopf zur Gegenseite neigen. Diese Spannung 2–3 Sekunden halten, lösen. 10 Wdh. – kein Kribbeln forcieren, nur bis zur Spannung gehen. Übung 2 · Dehnung Handgelenksstrecker dehnen Arm gestreckt nach vorne, Handfläche zur Decke zeigend. Mit der anderen Hand die Finger sanft nach unten ziehen, bis eine Dehnung an der Unterarminnenseite spürbar ist. 30 Sekunden halten, 3 Wdh. pro Seite. Übung 3 · Mobilisation Handgelenks-Kreise Unterarm auf der Oberschenkel oder Tischkante abgestützt. Handgelenk langsam und kontrolliert in grossen Kreisen bewegen – 10 Mal im, 10 Mal gegen den Uhrzeigersinn. Hält das Gelenk mobil und fördert die Gelenkflüssigkeit. Übung 4 · Kräftigung Fingeropposition (intrinsische Kräftigung) Daumenspitze nacheinander an die Spitze jedes anderen Fingers tippen – präzise und kontrolliert. Runde 1 langsam, Runde 2 etwas schneller. 3 Runden pro Hand. Kräftigt die Thenarmuskulatur, die beim KTS oft geschwächt ist. Wichtig zur Schiene Trage die Nachtschiene konsequent – auch wenn es anfangs ungewohnt ist. Studien zeigen, dass eine Nachtschiene allein bei leichtem KTS in bis zu 40 % der Fälle zur

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Bandscheibenvorfall

Bandscheibenvorfall: Wann hilft Physiotherapie – und wann braucht es eine OP? | PHYSIO silea PHYSIO silea › Blog › Bandscheibenvorfall & Physiotherapie Schmerzbilder Wirbelsäule Bandscheibenvorfall: Was passiert in der Wirbelsäule – und wann hilft Physiotherapie wirklich? Die Diagnose «Bandscheibenvorfall» klingt schlimmer als sie oft ist. Rund 80–90 % aller Fälle heilen ohne Operation – wenn man weiss, was zu tun ist. Was genau in der Wirbelsäule passiert, welche Symptome ernst zu nehmen sind, und wie Physiotherapie den Heilungsprozess aktiv unterstützt: hier erklärt. Von Inga Dammann, Physiotherapeutin bei PHYSIO silea Basel · Lesezeit: ca. 9 Minuten Inhaltsverzeichnis Was ist ein Bandscheibenvorfall – was passiert genau? Symptome erkennen: LWS vs. HWS vs. BWS Alarmsignale – wann sofort zum Arzt? Was Physiotherapie beim Bandscheibenvorfall leisten kann Physiotherapie vs. Operation: Die entscheidenden Fragen 4 Übungen für die Akut- und Aufbauphase Was du bei einem Bandscheibenvorfall vermeiden solltest Häufige Fragen zum Bandscheibenvorfall Bandscheibenvorfall behandeln in Basel Was ist ein Bandscheibenvorfall – was passiert genau? Zwischen jedem Wirbelkörper sitzt eine Bandscheibe – ein faseriger Ring mit einem weichen Gallertkern in der Mitte. Diese Scheiben sind Stossdämpfer, Bewegungsermöglicher und Abstandshalter zugleich. Sie halten enormen Druck aus – aber nicht unbegrenzt. Beim Bandscheibenvorfall (medizinisch: Diskusprolaps oder Diskushernie) gibt der äussere Faserring nach: Der Gallertkern tritt durch einen Riss nach aussen und drückt auf umliegende Nerven oder – im schlimmsten Fall – auf das Rückenmark selbst. Je nachdem wo er drückt, entstehen die charakteristischen Symptome. Drei Stufen: Vorwölbung, Vorfall, Sequester Nicht jeder «Bandscheibenvorfall» ist gleich schwerwiegend. Eine Protrusion (Vorwölbung) ist die mildeste Form – der Kern wölbt sich vor, tritt aber nicht aus. Beim echten Prolaps (Vorfall) tritt er durch den Faserring. Beim Sequester löst sich ein Stück ganz ab und wandert frei im Wirbelkanal. Diese Unterschiede bestimmen Behandlung und Prognose – und werden über MRT beurteilt. Am häufigsten betroffen ist die Lendenwirbelsäule (LWS) – die Segmente L4/L5 und L5/S1 sind klassische Problemzonen. Die Halswirbelsäule (HWS) ist die zweithäufigste Lokalisation. Die Brustwirbelsäule (BWS) ist selten betroffen. Symptome erkennen: LWS vs. HWS vs. BWS Die Symptome hängen davon ab, wo der Vorfall sitzt und welche Nerven betroffen sind. Hier die wichtigsten Muster: Lokalisation Typische Symptome Ausstrahlungsgebiet LWS(Lendenwirbel) Tiefer Rückenschmerz, Steifheit, Schmerzverstärkung beim Sitzen Gesäss, Oberschenkel, Unterschenkel, Fuss (Ischias-Symptomatik) HWS(Halswirbel) Nackenschmerzen, Schmerz beim Drehen des Kopfs, Schultersteife Schulter, Oberarm, Unterarm, Hand – Kribbeln in Fingern BWS(Brustwirbel) Schmerzen im mittleren Rücken, gurtelartig um den Rumpf Rippen, Bauch, selten Beine – oft mit Organsymptomen verwechselt Kribbeln, Taubheitsgefühle oder Schwäche in Armen oder Beinen sind neurologische Zeichen – sie bedeuten, dass ein Nerv unter Druck steht. Das ist kein Grund zur Panik, aber ein klares Signal, dass du rasch zur Ärztin oder zum Arzt und anschliessend zur Physiotherapie solltest. Alarmsignale – wann sofort zum Arzt? Die meisten Bandscheibenvorfälle sind schmerzhaft, aber nicht gefährlich. Es gibt jedoch Symptome, die sofortige ärztliche Abklärung erfordern – ohne Abwarten: Sofort zum Arzt oder in die Notaufnahme Plötzliche Lähmungserscheinungen in einem oder beiden Beinen (oder Armen) Blasen- oder Mastdarmstörungen – z.B. Urinverhalt, unkontrollierter Abgang, Taubheit im Schritt («Reithosenanästhesie») Rasch zunehmende neurologische Ausfälle – Kribbeln oder Schwäche, die sich innerhalb von Stunden verschlimmern Starker Schmerz nach einem Trauma (Sturz, Unfall) Das Cauda-equina-Syndrom (Blasen-/Mastdarmstörungen + Taubheit im Schritt) ist ein neurochirurgischer Notfall. Jede Stunde zählt. Was Physiotherapie beim Bandscheibenvorfall leisten kann Physiotherapie ist in den meisten Fällen die erste und wichtigste Behandlungsmassnahme beim Bandscheibenvorfall. Was sie konkret leistet: Schmerz reduzieren – ohne Betäubung Gezielte manuelle Techniken, Mobilisation der Wirbelsäule und Weichteilbehandlung können den Druck auf den betroffenen Nerv mindern und die Muskulatur, die sich reflexartig verspannt, wieder lösen. Das gibt Schmerzerleichterung oft schon in der ersten Sitzung. Bei begleitenden Muskelverspannungen setzen wir bei PHYSIO silea häufig ergänzend Dry Needling ein – eine sehr wirksame Methode, um tiefe Triggerpunkte in der Rückenmuskulatur zu lösen. Bewegung wiederherstellen – kontrolliert Bettruhe ist bei einem Bandscheibenvorfall kontraproduktiv. Der Körper braucht Bewegung – aber die richtige. Physiotherapie gibt dir einen Rahmen: welche Bewegungen gut tun, welche provozierend sind, und wie du dich im Alltag rückenschonend verhältst, ohne dich zu immobilisieren. Rumpfstabilisation aufbauen Die tiefe Rumpfmuskulatur – Multifidus, Transversus abdominis, Beckenboden – ist das natürliche Korsett der Wirbelsäule. Bei einem Bandscheibenvorfall ist diese Muskulatur oft gehemmt und geschwächt. Gezieltes Stabilisationstraining reaktiviert sie und schützt die Bandscheiben langfristig vor erneuten Vorfällen. In der Aufbauphase ist therapeutisches Pilates auf dem Reformer eine ausgezeichnete Ergänzung – der anpassbare Federwiderstand erlaubt präzises, wirbelsäulenschonendes Training, auch wenn die klassische Belastbarkeit noch eingeschränkt ist. Rezidive verhindern Ein behandelter Bandscheibenvorfall ist keine Garantie gegen den nächsten. Wer die auslösenden Faktoren – Haltungsprobleme, muskuläre Dysbalancen, Bewegungsmangel – nicht angeht, erlebt häufig Rückfälle. Physiotherapie schliesst diese Lücke: nicht nur Symptombehandlung, sondern Ursachenarbeit. Was die Forschung sagt Mehrere grosse Studien zeigen: Konservative Behandlung (Physiotherapie + Schmerzmanagement) erzielt bei den meisten Bandscheibenvorfällen nach 12 Wochen vergleichbare oder bessere Langzeitergebnisse als eine sofortige Operation – bei deutlich geringerem Risiko. Entscheidend ist, konsequent dranzubleiben. Physiotherapie vs. Operation: Die entscheidenden Fragen Die Frage «Brauche ich eine Operation?» ist eine der häufigsten, die ich in der Praxis höre. Die ehrliche Antwort: meistens nein – aber manchmal ja. Hier die Unterscheidungskriterien: Situation Empfehlung Schmerzen ohne neurologische Ausfälle Konservative Behandlung – Physiotherapie first Kribbeln oder leichte Schwäche, aber verbessernd Physiotherapie + engmaschige ärztliche Kontrolle Neurologische Ausfälle, die sich nicht bessern nach 6–12 Wochen Operative Abklärung empfohlen Rasch zunehmende Lähmungen Sofortige ärztliche Abklärung – Operation zeitnah Cauda-equina-Syndrom (Blasen-/Darmstörungen) Notfall – sofort in die Klinik Was ich in der Praxis immer wieder erlebe: Patientinnen und Patienten, die nach der Diagnose sofort operiert werden wollten – und nach 8 Wochen konsequenter Physiotherapie beschwerdefrei waren. Und umgekehrt. Die Entscheidung sollte immer gemeinsam mit einem Arzt getroffen werden, der das MRT-Bild kennt. 4 Übungen für die Akut- und Aufbauphase Diese Übungen sind für die meisten Bandscheibenvorfälle in der LWS geeignet. Wichtig: Hör auf deinen Körper. Eine Übung, die Schmerzen auslöst oder verstärkt, ist in dem Moment nicht die richtige – stop, und frag deine Physiotherapeutin. Übung 1 · Akutphase Knie-zur-Brust (Entlastungsposition) Rückenlage. Ein Knie langsam mit beiden Händen zur Brust ziehen, 20–30 Sekunden halten, Seite wechseln. Entspannt die

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Dry Needling in Basel: Wie eine dünne Nadel chronische Schmerzen lösen kann

Dry Needling ist keine Akupunktur – und keine Zauberei. Es ist eine der wirksamsten physiotherapeutischen Methoden gegen hartnäckige Muskelverspannungen und Triggerpunkt-Schmerzen. Was dahintersteckt, wie eine Behandlung abläuft und wann sie sinnvoll ist: hier erklärt. Dry Needling Basel – Wie es wirkt & wem es hilft | PHYSIO silea PHYSIO silea › Blog › Dry Needling Basel Behandlungsmethode Basel Dry Needling in Basel: Wie eine dünne Nadel chronische Schmerzen lösen kann Dry Needling ist keine Akupunktur – und keine Zauberei. Es ist eine der wirksamsten physiotherapeutischen Methoden gegen hartnäckige Muskelverspannungen und Triggerpunkt-Schmerzen. Was dahintersteckt, wie eine Behandlung abläuft und wann sie sinnvoll ist – hier erklärt. Von Inga Dammann, Physiotherapeutin bei PHYSIO silea Basel · Lesezeit: ca. 7 Minuten Inhaltsverzeichnis Was ist Dry Needling – und was hat es mit Triggerpunkten zu tun? Dry Needling vs. Akupunktur: Was ist der Unterschied? Für wen ist Dry Needling geeignet? So läuft eine Behandlung bei PHYSIO silea ab Dry Needling und die Krankenkasse in der Schweiz Häufige Fragen zu Dry Needling Dry Needling in Basel – direkt in der Praxis Was ist Dry Needling – und was hat es mit Triggerpunkten zu tun? Dry Needling bedeutet wörtlich übersetzt «trocken stechen» – die Nadel enthält keine Substanz, es wird nichts injiziert. Die Technik zielt auf myofasziale Triggerpunkte: lokal verhärtete, überreizbare Stellen im Muskelgewebe, die Schmerzen verursachen – oft nicht nur an der betroffenen Stelle selbst, sondern auch in weit entfernten Körperbereichen. Ein klassisches Beispiel: Verspannungen im Trapezmuskel (Nacken/Schulter) können Kopfschmerzen oder Kribbeln bis in den Arm auslösen. Diese sogenannten übertragenen Schmerzen sind typisch für aktive Triggerpunkte – und genau dort setzt Dry Needling an. Kurz erklärt Ein Triggerpunkt ist eine lokal verkrampfte Muskelfaser, die dauerhaft in einem Zustand zu hoher Spannung verharrt. Das beeinträchtigt die Durchblutung, führt zu Schmerzen und verändert die Beweglichkeit. Die Nadel löst einen sogenannten «Local Twitch Response» aus – ein kurzes Zucken des Muskels –, das die verkrampfte Stelle löst und die Heilung einleitet. Dry Needling basiert vollständig auf westlicher Anatomie, Neuroanatomie und Schmerzforschung. Es hat nichts mit Energiefluss oder Meridianen zu tun – das unterscheidet es klar von der Akupunktur, auch wenn die Nadeln äusserlich identisch sind. Dry Needling vs. Akupunktur: Was ist der Unterschied? Die häufigste Frage vorab: «Ist das nicht einfach Akupunktur?» Die Antwort ist nein – auch wenn beide Methoden dieselben dünnen Einmalnadeln verwenden. Die Unterschiede sind grundlegend: Merkmal Dry Needling Akupunktur Grundlage Westliche Anatomie & Schmerzforschung Traditionelle chinesische Medizin Ziel Myofasziale Triggerpunkte lösen Energiefluss (Qi) harmonisieren Stichpunkte Direkt im schmerzhaften Muskelgewebe Punkte entlang von Meridianen Wer wendet es an? Ausgebildete Physiotherapeuten Akupunkteure, TCM-Therapeuten Evidenz Gut belegt für Muskelverspannungen & Schmerzen Für bestimmte Indikationen belegt Für wen ist Dry Needling geeignet? Dry Needling ist keine Universaltherapie – aber bei diesen Beschwerden besonders wirksam: Chronische Nackenschmerzen und Schulterverspannungen – besonders nach langen Arbeitstagen am Bildschirm Rückenschmerzen – speziell wenn Muskeln verspannt und druckempfindlich sind Spannungskopfschmerzen – oft ausgelöst durch Triggerpunkte im Nacken und im Kieferbereich Tennisellenbogen und Golferellenbogen – wenn die klassische Physiotherapie allein nicht ausreicht Schulterschmerzen – z.B. Schulterimpingement oder Rotatorenmanschetten-Beschwerden Sportverletzungen und Muskelüberlastungen – zur schnelleren Regeneration Knieschmerzen – wenn die umliegende Muskulatur Triggerpunkte entwickelt hat Fersensporn und Achillessehnen-Probleme – in Kombination mit anderen Massnahmen Weniger geeignet ist Dry Needling bei akuten Entzündungen, Gerinnungsstörungen, in der Schwangerschaft (in bestimmten Bereichen) sowie bei ausgeprägter Nadelphobie. Im Erstgespräch bei PHYSIO silea klären wir immer gemeinsam, ob die Methode für deine Situation sinnvoll ist. So läuft eine Dry-Needling-Behandlung bei PHYSIO silea ab Wer zum ersten Mal mit Dry Needling in Kontakt kommt, hat meistens eine konkrete Frage: Was passiert da genau – und tut das weh? Schritt 1: Befundaufnahme und Tastbefund Vor der ersten Nadelung ertaste ich die betroffenen Muskeln sorgfältig. Aktive Triggerpunkte sind oft schon auf Druck spürbar – als lokaler Druckschmerz, manchmal mit einem Ausstrahlungsmuster. Das ist der Ausgangspunkt für die Behandlung. Schritt 2: Die Nadelung selbst Die sterile Einmalnadel wird langsam in den Muskel geführt. Beim Einstich durch die Haut spürt man oft gar nichts. Sobald die Nadel einen aktiven Triggerpunkt trifft, zuckt der Muskel kurz – das ist der «Local Twitch Response» und ein gutes Zeichen. Viele Patientinnen und Patienten beschreiben diesen Moment als kurzen tiefen Druck oder ein Kribbeln, das sofort wieder nachlässt. Schritt 3: Verweildauer und Nachbehandlung Je nach Technik verbleibt die Nadel zwischen 30 Sekunden und einigen Minuten im Muskel. Nach der Behandlung wird der Bereich häufig sanft gedehnt oder mit Wärme nachbehandelt, um die Entspannung zu unterstützen. In den ersten 24–48 Stunden kann der Muskel leicht druckempfindlich sein – das ist normal und ein Zeichen, dass der Heilungsprozess läuft. Wie viele Sitzungen? Bei akuten Verspannungen zeigen sich oft nach 2–3 Sitzungen deutliche Verbesserungen. Chronische oder lang bestehende Triggerpunkte können 4–6 Behandlungen benötigen. Dry Needling wird bei PHYSIO silea immer in ein ganzheitliches Behandlungskonzept eingebettet – nicht als Einzelmassnahme. Dry Needling und die Krankenkasse in der Schweiz Eine häufige Frage: Zahlt die Krankenkasse das? In der Schweiz wird Dry Needling als Teil einer physiotherapeutischen Behandlung durchgeführt. Mit einer ärztlichen Verordnung (Rezept) für Physiotherapie ist die Behandlung über die Grundversicherung (KVG) abrechenbar – Dry Needling ist dann in der Therapieeinheit inbegriffen. Ohne Verordnung ist Dry Needling als Selbstzahlerleistung möglich. Viele Zusatzversicherungen übernehmen physiotherapeutische Leistungen auch ohne Rezept – es lohnt sich, bei der eigenen Kasse nachzufragen. Weiterlesen bei PHYSIO silea Rückenschmerzen: Die 6 wirksamsten Übungen Nackenschmerzen: Ursachen und Behandlung Sportphysiotherapie Basel Tennisellenbogen: Erkennen und behandeln Häufige Fragen zu Dry Needling Was ist Dry Needling genau? Dry Needling ist eine physiotherapeutische Methode, bei der dünne Akupunkturnadeln gezielt in Triggerpunkte – lokal verkrampfte Muskelbereiche – gestochen werden. Ziel ist es, die Muskelspannung zu lösen, Schmerzen zu reduzieren und die Durchblutung zu verbessern. Die Methode basiert auf westlicher Anatomie und Schmerzforschung, nicht auf traditioneller chinesischer Medizin. Tut Dry Needling weh? Der Einstich selbst ist kaum spürbar. Wenn die Nadel einen aktiven Triggerpunkt trifft, kann es zu einem kurzen Muskelzucken kommen – dem sogenannten Local Twitch Response. Das fühlt sich für einen Moment wie ein tiefer Druck oder Kribbeln an, ist aber ein gutes Zeichen. Nach

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